Fütterung Pferd: Die Ernährung als wichtiger Baustein für eine längerfristige Gesunderheit?!

Sind vielleicht die Pferdekrankheiten der letzten Jahre wie Magengeschwüre, Hufrehe, Equines Metabolisches Syndrom(EMS) oder Equines Sarkoid eine Folge einseitiger Fütterung und höherer Belastung aus der Umwelt? Selbst wenn mein Heu optisch antsprechend ist und gut riecht, was ist enthalten? Enthält es nur zuckerhaltige, schnellwachsende Hochleistungsgräser, die mit Pilzen vergesellschaftet sind und für Milchkühe gezüchtet wurden?

Unsere Nahrungsmittel sollten Heilmittel sein,

unsere Heilmittel Nahrungsmittel

Hippokrates, griechischer Arzt, „Vater der Heilkunde“, ca 400 vor Christi

Die Homöopathie, die potenzierte Pflanzen als Medizin verwendet und die Fütterung ausgesuchter Einzelkomponenten setzen diese alte Erfahrung in die Praxis um.

Heu mit hochwertigen Inhaltsstoffen und einer gewissen Vielfalt an Gräsern wird meiner Meinung nach zukünftig die Grundlage für die Gesundheit unserer Pferde sein.

Nur wer Wert auf die Inhaltsstoffe legt, kann dann bei Kenntnis des Bedarfs die Ration individuell gestalten. Oft wird die Futtermenge beim Pony knapp gehaltenhalten, deckt dann aber nicht mehr den Bedarf an Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Außerdem benötigt die Leber durch Kräuter Unterstützung als zentrales Organ im Umbau der Futtermittel. Oft ist sie durch hohe Bakterien- oder Pilzbesiedlung des Futters, Arzneimittel oder unerwünschte Umweltsubstanzen in ihrer Leistung eingeschränkt.

Pferdekrankheiten behandeln heißt für mich

  • Homöopathie und Kräuter also Naturheilkunde kurweise, am besten passend zu den Jahreszeiten und zum Pferdetyp, einsetzen
  • Augenmerk auf hochwertiges Heu  oder Ersatzlösungen legen
  • Futtermittel, Mineralstoffe und Vitamine gezielt ergänzen
  • Homöopathie als Alternative zu Antibiotika und Entzündungshemmern wo möglich bevorzugen
  • Kombinierte, Selektive Entwurmung dh Entwurmung nur dann wenn nachgewissenermaßen eine gewisse Eizahl im Kot überschritten wird

Falls Sie an weiteren Details zu dem Thema interessiert sind erfahren Sie mehr unter

Fütterungsvortrag Frau Simone Meyer, Semhof  und Ergänzungen von Frau Dr. med. vet. Michaela Gambs  vom 28.03.2018

Entwurmung Pferd

Die früher üblichen Entwurmungsschemata werden durch neuere Doktorarbeiten immer mehr in Frage gestellt. Inzwischen sind unserer Pferde vor allem mit kleinen Strongiliden, in geringerem Maße mit Bandwürmern und Dasselfliegen konfrontiert. Galt es früher hauptsächlich große Strongiliden zu bekämpfen, hat sich die Situation verändert:

  • Kleine Strongiliden erfordern andere Behandlungsabläufe
  • Die wenigen Wirkstoffklassen der Wurmpräparate wirken oft nicht mehr.

Die Darmflora vieler Pferde kennt oft vorallem zuckerreiches, artenarmes Heu und Kraftfutter mit Zuckerrübensirup und Konservierungsstoffen. Aufnahme und Abgabe von Stoffen  über den Darm ist jedoch ein Pfeiler der Gesundheit. Deswegen ist es wichtig Pferdekotproben regelmäßig mittels spezieller Verfahren zu testen und nicht blindlings zu entwurmen. Laut den Untersuchungen im Rahmen der Selektiven Entwurmung gibt es bereits einen hohen Prozentsatz von Pferden, die längerfristig nur eine geringe Eizahl pro Gramm Kot aufweisen. Sie brauchen über Jahre nicht entwurmt werden.

Das Vorgehen: Die Darmflora und den Stoffwechsel mit Kräuterkuren und Naturheilkunde zu unterstützen. Wünschenswert wäre es dadurch weniger Pferde zu haben, die massiv Eier ausscheiden. Die nächsten Jahre werden es uns zeigen.

Falls Sie an einem derartigen Vorgehen interessiert sind, finden Sie weitere Details unter Leitlinien zur Kombinierten Selektiven Entwurmung (= Selektive Entwurmung + Naturheilkunde).

Ein Untersuchungsformular zum Herunterladen finden Sie unter Partner und Analyse.
Damit haben Sie die Möglichkeit Pferde-Kotproben entsprechend untersuchen zu lassen. Der Untersuchungsbefund geht an die Tierarztpraxis und wird dann mit Ihnen besprochen.

Zahnbehandlung bei Pferden

Nächster Termin Zahnbehandlung von Dr. Michaela Gambs gemeinsam mit Pferdedentalpraktiker Klaus Meyer:

28. April 2019 bis 1. Mai 2019

 

Warum ist die Zahnbehandlung von Pferden so wichtig?

  • Ein funktionsfähiges Gebiß gehört zur Grundlage einer geregelten Verdauung beim Pferd. Wiederkehrende Koliken und Kotwasser können dadurch verursacht werden.
  • Rittigkeitsprobleme sind oft Zahnprobleme. Takt, Anlehnung, Losgelassenheit und ein schwingender Rücken sind mit Kiefergelenkschmerzen nicht zu vereinbaren.
  • Gerade bei kleinen Ponys oder sogenannten Freizeitpferden, wird dieser Faktor vernachlässigt. Damit schleichen sich Probleme ein,

Mögliche Ursachen sind beispielsweise

  • Zu lange Schneidezähne oder Schiefstellung der Schneidezähne mit ungleichmäßiger Druckverteilung in den Kiefergelenken
  • Haken am ersten und am letzten Backenzahn. Damit ist die Mahlbewegung stark eingeschränkt und Kiefergelenkschmerzen mit Verspannungen der gesamten Rückenmuskulatur können auftreten.
  • Nicht gewechselte Milchzahnkappen, die den Zahnwechsel blockieren
  • Verlust eines Zahnes und überdimensionales vorwölben des Gegenspielers

Deswegen gehört zur ganzheitlichen Behandlung von Pferden auch eine regelmäßige Zahnkontrolle und Behandlung.

Mein Angebot: Während ich die Sedierung Ihres Pferdes betreue, führt der geprüfte Pferdedentalpraktiker Klaus Meyer die Zahnbehandlung durch. Wir kümmern uns um den kompletten Ablauf rund um die Behandlung. 

Zur Person: Mit Pferden groß geworden und als Besitzer eines großen Kutschbetriebs in der Lüneburger Heide, verfügt Klaus Meyer über langjährige Erfahrung, oft auch schwierige Fälle erfolgreich zu behandeln. Er ist Mitglied in der IGFP (Internationale Gesellschaft zur Funktionsverbesserung der Pferdezähne e.V.).  Details unter pferdezahnpflege-nord.de oder Filme zur Zahnbehandlung unter www.heidekutsche-schneverdingen.de

Bei Interesse bitte in der Tierarztpraxis melden. In der Regel sammeln wir die Anmeldungen und führen dann über mehrerere Tage im Herbst oder Frühjahr die Zahnbehandlungen durch.