Pferde

 

Pferdefütterung

  • Vortrag vom 28. März 2018

 

Pferdefütterung, Naturheilkunde u selektive Entwurmung

Vortrag von Frau Simone Meier, Semhof und Dr. Michaela Gambs, Tierärztin, Homöopathie

 

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Fütterung Pferd: Die Ernährung als wichtiger Baustein für eine längerfristige Gesunderheit?!

Sind vielleicht die Pferdekrankheiten der letzten Jahre wie Magengeschwüre, Hufrehe, Equines Metabolisches Syndrom(EMS) oder Equines Sarkoid eine Folge einseitiger Fütterung und höherer Belastung aus der Umwelt? Selbst wenn mein Heu optisch antsprechend ist und gut riecht, was ist enthalten? Enthält es nur zuckerhaltige, schnellwachsende Hochleistungsgräser, die mit Pilzen vergesellschaftet sind und für Milchkühe gezüchtet wurden?

 

Unsere Nahrungsmittel sollten Heilmittel sein,

unsere Heilmittel Nahrungsmittel

Hippokrates, griechischer Arzt, „Vater der Heilkunde“, ca 400 vor Christi

 

Die Homöopathie, die potenzierte Pflanzen als Medizin verwendet und die Fütterung ausgesuchter Einzelkomponenten setzen diese alte Erfahrung in die Praxis um.

Heu mit hochwertigen Inhaltsstoffen und einer gewissen Vielfalt an Gräsern wird meiner Meinung nach zukünftig die Grundlage für die Gesundheit unserer Pferde sein.

Nur wer Wert auf die Inhaltsstoffe legt, kann dann bei Kenntnis des Bedarfs die Ration individuell gestalten. Oft wird die Futtermenge beim Pony knapp gehaltenhalten, deckt dann aber nicht mehr den Bedarf an Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Außerdem benötigt die Leber durch Kräuter Unterstützung als zentrales Organ im Umbau der Futtermittel. Oft ist sie durch hohe Bakterien- oder Pilzbesiedlung des Futters, Arzneimittel oder unerwünschte Umweltsubstanzen in ihrer Leistung eingeschränkt.

Pferdekrankheiten behandeln heißt für mich

  • Homöopathie und Kräuter also Naturheilkunde kurweise, am besten passend zu den Jahreszeiten und zum Pferdetyp, einsetzen
  • Augenmerk auf hochwertiges Heu  oder Ersatzlösungen legen
  • Futtermittel, Mineralstoffe und Vitamine gezielt ergänzen
  • Homöopathie als Alternative zu Antibiotika und Entzündungshemmern wo möglich bevorzugen
  • Kombinierte, Selektive Entwurmung dh Entwurmung nur dann wenn nachgewissenermaßen eine gewisse Eizahl im Kot überschritten wird

 

Entwurmung Pferd

Die früher üblichen Entwurmungsschemata werden durch neuere Doktorarbeiten immer mehr in Frage gestellt. Inzwischen sind unserer Pferde vor allem mit kleinen Strongiliden, in geringerem Maße mit Bandwürmern und Dasselfliegen konfrontiert. Galt es früher hauptsächlich große Strongiliden zu bekämpfen, hat sich die Situation verändert:

  • Kleine Strongiliden erfordern andere Behandlungsabläufe
  • Die wenigen Wirkstoffklassen der Wurmpräparate wirken oft nicht mehr.

Die Darmflora vieler Pferde kennt oft vorallem zuckerreiches, artenarmes Heu und Kraftfutter mit Zuckerrübensirup und Konservierungsstoffen. Aufnahme und Abgabe von Stoffen  über den Darm ist jedoch ein Pfeiler der Gesundheit. Deswegen ist es wichtig Pferdekotproben regelmäßig mittels spezieller Verfahren zu testen und nicht blindlings zu entwurmen. Laut den Untersuchungen im Rahmen der Selektiven Entwurmung gibt es bereits einen hohen Prozentsatz von Pferden, die längerfristig nur eine geringe Eizahl pro Gramm Kot aufweisen. Sie brauchen über Jahre nicht entwurmt werden.

Das Vorgehen: Die Darmflora und den Stoffwechsel mit Kräuterkuren und Naturheilkunde zu unterstützen. Wünschenswert wäre es dadurch weniger Pferde zu haben, die massiv Eier ausscheiden. Die nächsten Jahre werden es uns zeigen.

Falls Sie an einem derartigen Vorgehen interessiert sind, finden Sie weitere Details unter Leitlinien zur Kombinierten Selektiven Entwurmung (= Selektive Entwurmung + Naturheilkunde).

Ein Untersuchungsformular zum Herunterladen finden Sie unter Partner und Analyse.
Damit haben Sie die Möglichkeit Pferde-Kotproben entsprechend untersuchen zu lassen. Der Untersuchungsbefund geht an die Tierarztpraxis und wird dann mit Ihnen besprochen.

Veranstaltung „Blockaden und Reitprobleme lösen?“

Faszientraining und Horse-Bodyforming – eine Brücke zwischen Reiten, Physiotherapie und Tiermedizin“ am 14. Juli 2018
In einer gelungenen Mischung aus anatomischen Bildern und wissenschaftlichen Fakten hat Frau Stefanie Grillmeier eine eindrucksvolle Einführung zur Aufgabe und Wirkung von Faszien im Organismus gegeben.

Frau Dr. Michaela Gambs ging dann mit Erfahrungen aus der Praxis auf die Möglichkeiten ganzheitlicher Medizin und Naturheilkunde bei Reitproblemen und Stoffwechselerkrankungen wie Hufrehe, Cushing oder Equinem Metabolischem Syndrom ein.

Im praktischen Teil demonstrierte Frau Stefanie Grillmeier an drei von Kursteilnehmern mitgebrachten Pferden den Einsatz des Faszienrades und die dadurch ausgelösten Entspannungszeichen der Pferde.

Vielen Dank an Stefanie Grillmeier, der eine gute Mischung aus theoretischen Grundlagen und Praxis gelungen ist!